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Prof. Dr. Doris Baum , Linz/Donau


Leopold-Kunschak-Preise verliehen

Der ehemalige deutsche Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm und der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari wurden Freitag Nachmittag* mit dem Großen Leopold Kunschak-Preis ausgezeichnet. Die feierliche Überreichung im Parlament nahm Bundeskanzler Schüssel vor.

Der Leo-Kunschak-Preis wird zum Gedenken an den christlichen Gewerkschafter und ersten Nationalratspräsidenten der Zweiten Republik vergeben. Ausgezeichnet werden Arbeiten auf den Gebieten der Wissenschaft und der Publizistik, die das Verständnis für die Grundlagen und das Wesen der Demokratie, für das friedliche Zusammenleben der Völker, für die Tradition und Aufgabe der christlichen Arbeitnehmerbewegung oder für das Zusammenwirken und den Interessenausgleich zwischen den Sozialpartnern fördern.

Der 1935 in Rüsselsheim geborene Norbert Blüm machte zunächst eine Lehre als Wekzeugmacher bei Opel und studierte danach Philosophie. Blüm trat mit 15 Jahren in die CDU ein und war zwischen 1977 und 1987 Bundesvorsitzender der CDU-Sozialausschüsse. Von 1982 bis 1998 war er Arbeits- und Sozialminister und bis 1999 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

Egon Kapellari, 1936 in Leoben geboren, übernahm 1982 die Leitung der Diözese Gurk-Klagenfurt und wurde zum Bischof geweiht. Innerhalb der Österreichischen Bischofskonferenz war Kapellari von 1982 bis 1992 Referent für Jugendseelsorge und Mitglied des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen. Seit 1997 ist er Mitglied der Kommission der Bischofskonferenz in der EU und Konsultor der Päpstlichen Kommission für den Kulturgüterschatz der Kirche. 2001 kehrte Kapellari nach Graz zurück.

Insgesamt werden heuer 15 Preise vergeben. Neben Blüm und Kapellari sind die Preisträger Andreas Adlbrecht, Rene Andeßner, Doris Baum, Wolfgang Brodil, Jutta Maca, Theresia Schröttner, Mathias Vogl, Anita Ziegerhofer-Prettenthaler, Hans-Peter Schachner und Eva Sotoniakova. Dazu kommen Leopold Kunschak-Pressepreise für Hans Bürger (ORF) und Hans Winkler ("Kleine Zeitung") sowie ein Presseförderungspreis für Stephan Baier.

Wien (APA)
11. 3. 2005, 16.31 h

* Freitag, 11. 3. 2005, 15 - 17 h


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